Operation

Am 9. Oktober 2026 wurde ich am unteren Rücken operiert, und zwar zwischen dem letzten Lendenwirbel (L5) und dem Kreuzbein (S1). Dieser Abschnitt trägt besonders viel Gewicht und ist deshalb häufig von Verschleiss betroffen. Bei mir drückte dort etwas auf die Nerven, was Schmerzen und Beschwerden verursachte, die bis ins Bein ausstrahlen können.

Zuerst kam die mikrochirurgische Dekompression. „Dekompression“ bedeutet einfach „Druck wegnehmen“. Unter einem Operationsmikroskop hat der Chirurg das Gewebe entfernt, das auf die Nerven gedrückt hat, zum Beispiel Teile der Bandscheibe, verdickte Bänder oder kleine Knochenanbauten. So haben die Nerven wieder Platz.

Danach folgte die TLIF-Spondylodese. „Spondylodese“ heisst, dass zwei Wirbel fest miteinander verbunden werden, man spricht auch von einer Versteifung. Dazu wurde die kaputte Bandscheibe zwischen L5 und S1 entfernt. An ihre Stelle kam ein kleiner Platzhalter, ein sogenannter Cage, gefüllt mit Knochenmaterial. Zusätzlich wurden Schrauben in die beiden Wirbel gesetzt und mit Stäben verbunden, damit alles stabil bleibt. Der Zugang erfolgte dabei von hinten, seitlich durch die natürliche Öffnung, aus der die Nervenwurzel austritt. Daher kommt auch die Abkürzung TLIF (transforaminale lumbale interkorporelle Fusion).

In den kommenden Monaten sollen die beiden Wirbel nun zu einem festen Knochenblock zusammenwachsen. Das Ziel: Der instabile, schmerzende Abschnitt wird ruhiggestellt, und die Nerven sind dauerhaft entlastet.